Das Kinn & Rémy Sax
Das Kinn bringt apokalyptisch tanzbaren Synth-Punk; Rémy Sax fusioniert Post-Punk, Dark Jazz & Dungeon-Synth zu düsterem, treibendem Sound – zwei Acts zwischen Abriss, Nebel, hypnotischer Intensität.
Das Kinn:
Das Kinn zieht mit seinem Debütalbum „Ruinenkampf“ in den Kampf gegen den Verfall – und zwar tanzbar. Ausgestattet mit Kickbox-Phonetik, elektronischer Schlagkraft und einem Sinn für apokalyptische Poetik, liefert das Kinn den Soundtrack zum Abriss – und die Ruinen hören nicht auf zu beben.
Auf der Bühne entsteht daraus ein fiebriges Szenario: Beats auf Anschlag, Knochen klappern, eine Orgel jault, warme Synthlinien gleiten wie Maschinenöl über kaltes Metall. Plötzlich sinniert ein Saxophon über das Danach – und aus Trümmern werden kurzzeitig Hymnen.
Es ist Musik für den feierlichen Untergang, für Tanzflächen im Ausnahmezustand und für all jene, die ihre Melancholie nicht nur hören, sondern auch spüren wollen.
Rémy Sax:
Ein vernebelter Keller, ein flackerndes Licht, ein vereinzelter Trompetenstoss – Rémy Sax bringt mit seiner aktuellen EP SCHLOSS eine düstere und zugleich treibende Klangwelt auf die Bühne. Der Schweizer Musiker verschmilzt experimentellen Post-Punk mit Dark Jazz und Dungeon-Synth-Texturen zu einem Sound, der einem Abstieg in eine Welt voller kantiger Wagnisse gleicht.
Rémy Sax arbeitet live mit Trompete, Stimme und elektronischen Elementen und öffnet akustische Treppenschächte in ein klangliches Gemäuer, das mal beklemmend, mal hypnotisch wirkt. Die teils englischen, teils deutschen Vocals verleihen den Stücken eine erzählerische Schwere, die sich wie Gespräche in einem verstaubten Schlosskorridor anfühlen.