Royal Baden Logo
Event picture for One of a Million Festival 2026
Fr 06.02.26 ‐ Sa 14.02.26

One of a Million Festival 2026

Vom 6.–14. Februar 2026 wird Baden wieder zu einem Ort voller Musik, versteckter Räume und unerwarteter Begegnungen. Eine Kegelbahn, eine Kappelle, der Werkhof, Druckerei, Stanzerei, Royal. Musik, die sich zwischen Genres und Stimmungen bewegt, vielleicht noch unbekannt, vielleicht noch ungehört. Und doch bleibt sie hängen. 43 Acts. 19 Länder. 19 Spielorte. Von Früh bis Spät. Von Hier bis Weit.

Im Royal finden folgende Konzerte statt:

06.02.2026 Cortisa Star
Mit brachialem Bass, verzerrten 808-Beats und hyperpopiger Ästhetik zerlegt Cortisa Star gängige Rap-Formen und entwirft ein radikales, queeres Gegenmodell. Beeinflusst von Drill, Internet-Pop und Club-Kultur macht das 19-jährige Rap-Phänomen ihre Stimme zur Manifestation: Lyrics als Zünder, Sound als Zusammenbruch von Norm und Lautstärke. Mit ihrer Debüt-EP «E.M.O. (EVIL MOTION OVERLOAD)», ihrem Pop-Instinkt und Flow stiftet sie ein ansteckendes Chaos, das sich in energiegeladenen Konzerten entlädt und Rap in die Zukunft katapultiert. 

07.02.2026 Pink Must
Glitch-Pop, meet sound arts! Das selbstbetitelte Debüt des US-Duos Pink Must ist eine spielerische Erkundung von Soundscapes, bekannten Songstrukturen und vibrierenden Vocals. Ein Hauch Ambient untermalt die Stücke von Mari 'More Eaze' Rubio und Lynn Avery, sowie das grosstädtische Treiben von Brooklyn, wo die Künstlerinnen leben und arbeiten. Pink Must wandern ganz natürlich zwischen minimalistischen Synthteppichen und rauen Beats. Versöhnlich klingt diese ekletische Mischung als Genres – eine rohe, leuchtende Klangsymbiose, in der richtig aufatmen möglich ist. 

10.02.2026 Fågelle
Wie klingt Musik, die als «sanfter Schlag ins Gesicht» beschrieben wird? Die Wucht schon implizit, und doch leicht? Wie ein fluides hin und her, ein Schwanken zwischen zwei Polen? Oder mehreren? Im Falle der schwedischen Künstlerin Fågelle ist sie ein hypnotisches Klangkonstrukt aus Noise und Pop, aus Field-Recordings und orchestralen Melodien, aus dröhnenden Gitarren, verzerrten Synths und wundersam faszinierender Lyrik. Zärtlichkeit trifft auf das Immense mit voller Kraft und öffnet einen atmosphärischen Raum, haltet inne, nur um im nächsten Moment wieder in der Unklarheit zu kollidieren.

11.02.2026 Nilipek.
Zwischen Istanbul und Berlin entwickelt die Singer-Songwriterin Nilipek. eine Musik, die wie ein feines Gleichgewicht aus Nähe und Distanz wirkt. Ihre leichte Stimme trifft auf ausholende Arrangements, die intime Beobachtungen mit filmischen Spannungsbögen erzählen. Türkische Traditionen erscheinen nicht nur als Folklore, sondern als fliessende Struktur mit unzähligen Zwischentönen, die sich mit subtilen Poplogiken verbinden. Statt Identität zu behaupten, tastet sich ihre Musik an Bruchstellen und Mehrdeutigkeiten heran und lässt Herkunft als bewegliche Figur erscheinen. Ein Klang wie ein Traum kurz vor dem Erwachen. 

12.02.2026 Maria Iskariot
Maria Iskariot tanzen zwischen heilig und verdammt, Weltschmerz und Protestbewegung, Exzess und Selbstreflexion – aber aufgeben, das wollen sie nie. Dieser Punk macht den Mund auf, lässt nichts anbrennen, will bewegen, ohne gleich zu predigen. Die vierköpfige Band aus Ghent setzt auf verzerrte Gitarrenklänge und beissende flämische Lyrics, die direkt zu Hymnen werden. Allem voran steht aber die Gemeinschaft: In der Band, bei den Liveshows und durch die Songs, die rund um die Erdkugel kursieren.

13.02.2026 Uzi Freyja
Uzi Freyja belebt. Sie belebt roh, kompromisslos und furchtlos. Mit explosiven Hip-Hop-Vocals, der Wut des Punk und elektronischen Experimenten elektrisiert die kamerunische Künstlerin jede Bühne. Ihre Musik fordert nicht um Erlaubnis, sie ergreift Raum und was entsteht, ist ein Aufruhr – ein Klangritual, das Körper und Seele in Bewegung bringt. «Je suis happy je m’en fous de ce que tu veux / Ce body transforme toutes ces pétasses en rageuses» – Zeilen, wie ein Manifest der Selbstermächtigung. Uzi Freyja verwandelt Räume in ein Beben aus Mut, Macht und Widerstand. 

14.02.2026 Aïta Mon Amour
Aïta Mon Amour nimmt die Aïta – jene raue, emotionale Gesangsform aus dem marokkanischen Hinterland, einst Stimme der Chikhates, der widerständigen Sängerinnen – und schickt sie durch Kabel und Körper. Das Duo bestehend aus der Rapperin und Sängerin Widad Mjama und dem Produzenten und Musiker Khalil Epi schafft mittels Gitarre, Laute, Einflüssen aus Jazz und arabischer Musik sowie elektronischen Klängen einen ein Dialog über Zeit, Herkunft und Freiheit. Aïta Mon Amour ist Hommage mit Innovation – poetisch, trotzig, körperlich. Musik, die die Vergangenheit tanzen lässt, bis sie wieder atmet.